Twitter fehlt eine klare Positionierung

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Der Twitter-Vogel ist als Logo Kult. Die Marke benötigt hingegen ein schärferes Profil. Foto: Twitter

 

Twitter feiert seinen 10. Geburtstag, und die Welt feiert Twitter. Zurecht. So gratuliert das Wired-Magazin mit einer feinen „Timeline“ berühmter Tweets, inklusive des Selfies von Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski mit Angela Merkel und dem gewonnen Weltpokal, und natürlich mit einer Referenz an den arabischen Frühling, der ohne Social Networks und insbesondere Twitter nicht möglich gewesen wäre. Sehr sehens- und lesenswert, doch solche Erinnerungen sind im schnellebigen Social Media-Zeitalter eher nostalgisch.

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Wem gehört die Arbeit morgen – den Menschen oder den Maschinen?

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Auf Xing-Klartext läuft eine eindrucksvolle Debatte über die Zukunft der Arbeit in Zeiten der Digitalisierung. Die Fragestellung lautet: Digitalisierung – Job-Killer oder Job-Motor? Außerdem gibt es unter der Überschrift “Digitale Transformation – Digitaler Darwinismus” eine neue Xing-Gruppe, in der über alle Themen in diesem Bereich publiziert und diskutiert werden kann. Sie sind dazu eingeladen! Als Appetitanreger hier einige Kurzstatements: 

Roland Tichy, Herausgeber Xing News: (more…)

CO2-Ziele: Das Marketing muss über Öko und Bio hinausdenken

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Foto: Christoph Berdi

 

Das Klimaziel steht: Die Erderwärmung soll unter zwei Grad gehalten werden. Um dies zu erreichen, bedarf es eines kollektiven Kraftakts von Politik und Wirtschaft. Zu diesem Thema hier eine Kolumne, die ich für einen Kunden geschrieben habe.

Mit großem Hallo hat die Welt im vergangenen Dezember das globale Klimaschutzabkommen von Paris begrüßt – endlich, 18 Jahre nach dem Kyoto-Protokoll ein substanzieller Fortschritt. (more…)

Was mit dem Stern-Verlag verloren geht

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Das 1900 gegründete Traditionshaus schließt Ende März 2016. Damit verliert Düsseldorf eine Institution. Foto: -ber

 

Zu meiner Vorstellung von Lebensqualität gehören die Orte, an denen die Bücher sind. Nicht nur meine eigenen, sondern auch die in Stadtbüchereien und Buchhandlungen. Insofern gibt es schlechte Nachrichten: Der Stern-Verlag in Düsseldorf, so erfuhr ich aus der „Rheinischen Post“, schließt Ende März 2016 seine Pforten.

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Thyssenkrupp setzt auf Evolution

Thyssenkrupp, seit 1999 fusioniert und mit Sitz in Essen, schreibt mit dem Marken-Relaunch seine Geschichte fort und positioniert sich als der diversifizierte Technologiekonzern, zu dem er sich in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

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Konzernzentrale in Essen: CEO Dr. Heinrich Hiesiger vor dem neuen Markenauftritt (Foto: Thyssenkrupp).

 

Ein notwendiger Schritt, denn die Marke repräsentierte bis dato eine vergangene Welt. Der Bogen, das Markenerbe von Thyssen, sowie die drei Ringe, die Reminiszenz an das alte Krupp-Logo, standen für eine Stahlindustrie alter Prägung, für jenen „Pulsschlag aus Stahl“, wie ihn Herbert Grönemeyer in seinem Lied „Bochum“ besang. Man sieht die Stahlbrammen quasi vor sich, spürt die Hüttenfeuer und hört den Lärm der Walzstraße. Aber Thyssenkrupp hat immer weniger mit dieser archaischen Schwerindustrie gemeinsam. Der Anteil des Industriegüter- und Dienstleistungsgeschäft am Gesamtumsatz von 43 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2014/2015) wächst weiter, während sich der Anteil des Stahlgeschäfts bereits von 60 auf 30 Prozent halbiert hat,

Vorstandschef Dr. Heinrich Hiesinger beschreibt die Ausgangslage so:

„Thyssenkrupp hat sich in den vergangenen Jahren nachhaltig verändert. Wir sind heute ein anderes Unternehmen. Wir sind diversifizierter und stabiler geworden, werden aber noch nicht überall als der leistungsfähige Industriekonzern wahrgenommen, der wir sind und künftig noch mehr sein wollen. Deshalb haben wir uns entschieden, die Marke weiterzuentwickeln.“

Hiesinger geht es auch darum, ein positives, weithin wahrnehmbares Zeichen zu setzen, denn Thyssenkrupp gehörte in den letzten Jahren durchaus zu den Sorgenkindern der deutschen Wirtschaft. Fehlinvestments in Stahlwerke in den USA und Brasilien, letzteres ist noch nicht verkauft, Korruptionsdelikte und Kartellvergehen führten letztlich vor zwei Jahren zu diversen Wechseln in Topmanagement und Aufsichtsrat. Gerhard Cromme, langjähriger Krupp-Chef und Vater der Fusion von Thyssenkrupp, legte sein Mandat als Vorsitzender des Aufsichtsrats damals nieder. Keine schönen Schlagzeilen.

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Das Zitat: Unabhängigkeit vor Wachstum

“Für uns ist Unabhängigkeit wichtiger als Wachstum. (…)  Unser Ziel ist es, immer wieder Produkte auf den Markt zu bringen, die Legenden werden wie beispielsweise der Kopfhörer Orpheus. Das geht nur, wenn wir nicht an Quartalsergebnissen gemessen werden.”

Andreas Sennheiser im Interview mit der Süddeutschen Zeitung, 9. November 2015. Sennheiser ist ein im Consumer- und  Profibereich erfolgreicher Audio-Spezialist mit Sitz in Wennebostel bei Hannover.