von Christoph Berdi | Mai 21, 2013 | Allgemein
Allen Lesern, Facebook-Freunden, Xing-Kontakten und Twitter-Followern wünsche ich nach dem Pfingstmontag einen vielversprechenden Start in die KW 21. Zur Inspiration fünf Thesen zur Markenführung von Jez Frampton, Global Chief Executive der Markenberatung Interbrand. In seinem Beitrag „Five Ways to Build Brands In The Post-Digital World“ für das US-amerikanische Magazin Fastcompany fordert er: „Put Digital Center Stage.“ Und das heißt für ihn unter anderem:
1. Marken müssen versuchen, die Konsumenten zu verstehen, verbindlich und relevant zu sein statt sie reglementieren und kontrollieren zu wollen.
2. Der Kaufprozess hat sich verändert. Statt den Marketing Funnel zu durchlaufen, also den Trichter zum ersten Interesse bis zur Transaktion, befinden sich die Kunden in einem dynamischen, nicht-linearen Entscheidungsprozess.
3. Verbraucher erwarten das nahtlose Zusammenspiel der Marke, aller Kanäle und Services.
4. Digitale Kommunikation ist entscheidend für den Aufbau von Kundenbeziehungen und das Markenerlebnis.
5. Um mit den sich schnell verändernden Märkten mitzuhalten, sollten sich die traditionell eher vertikal und hierarchisch aufgestelltn Unternehmen anpassen und ihre horizontale Struktur stärken. Mitarbeiter aus der gesamten Organisation sollten einfach zusammenarbeiten können.
Den lesenswerten Beitrag finden Sie hier.
von Christoph Berdi | Mai 13, 2013 | Allgemein
Grau ist alle Theorie, auch die vom Kundenservice, wenn Organisation und Timing der Kundenansprache nicht stimmen. Der Kauf eine Gebrauchtwagens bei einem Düsseldorfer Händler einer großen deutschen Marke – nur damit es niemand auf die Franzosen, Italiener oder Asiaten schiebt – ging im April problemlos über die Bühne. Aber seither herrscht relatives Chaos. Nicht weil da Servicefaule am Werk wären. Im Gegenteil. Gleich drei Mitarbeiter versuchten danach einen Termin zum Wechsel von Winter- auf Sommerreifen zu koordinieren, die Zentrale bietet per Mailing Versicherungen und Garantien feil, die ich beim Kauf längst abgeschlossen habe, und nun erreicht mich, keine zwei Monate nach dem Kauf, ein Mailing mit der Betreffzeile: „Maximal Service – Lange nichts von Ihnen gehört.“ Ach wirklich? In dem Schreiben werde ich zu einem „unverbindlichen Besuch“ eingeladen, um „uns und Ihnen ein Bild vom aktuellen Zustand“ meines Wagens zu machen. Einmal abgesehen, dass das im Gebrauchtwagengeschäft doch etwas beunruhigend klingt – wenn die eine Hand nicht weiß, was die andere tut, und das Customer Relationship Management (CRM), sagen wir mal, dringend zur Wartung müsste, dann wird Kundenorientierung zum Fluch. Ich hoffe derweil doch sehr, dass ich sehr lange nichts von mir hören lassen muss (außer zur Inspektion und zum Öl- und Reifenwechsel natürlich).
UPDATE einen Tag später: Rühmen wir den Service des Autohändlers also besser für dessen prophetische Gaben. Heute Morgen sagte der Wagen keinen Pieps und die Gelben Engel des ADAC mussten einschweben. Immerhin, bei der Reparater zeigte sich der Händler großzügig und verbesserte kostenlos noch die Ausstattung des Wagens. Einen über den Haufen geworfenen Tag und einen verpassten wichtigen Termin konnte er damit aber nicht vergessen machen.
von Christoph Berdi | Mai 11, 2010 | Allgemein
Seit 2006 treffen sich Marketingleiter und Chief Marketing Officers auf Initiative von SAP in der „CMO Community“. Jetzt legten die Community-Mitglieder Dr. Ralf E. Strauß (SAP) und Dr. Uwe Schuricht (Change Group) eine Schrift vor, in der sie unter anderem „acht Bausteine für den Erfolg“ definieren. (mehr …)
von Christoph Berdi | Feb. 27, 2010 | Allgemein
Editorial aus absatzwirtschaft 3/2010:
Marketing ist eine betriebswirtschaftliche Disziplin . Sie hat ständig unter Beweis zu stellen, dass sie einen Beitrag zum Erfolg eines Unternehmens leistet.
Dabei gilt der Leitspruch des US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers Robert S. Kaplan: „If you can’t measure it, you can’t manage it!“ Damit ist eigentlich alles gesagt: messen, managen. Beides ist heute ohne Hilfestellung durch eine leistungsfähige EDV kaum möglich. Für den Vertrieb gilt das umso mehr, aber der ist in Sachen IT ohnehin besser aufgestellt als das Marketing. Schon lange führt er seine Kunden in Datenbanken und konnte von dieser Basis aus neue Funktionen entwickeln. Kontaktmanagement, Außendienstorganisation, Kundenklassifizierungen, Kundenwertanalysen – all das ist in vielen Unternehmen gängige Praxis. Das Marketing hat da noch Nachholbedarf.

Was heute State-of-the-art ist, lesen Sie in unserer Titelstory, die wir gemeinsam mit unserem Schwesterportal www.marketingIT.de realisiert haben. Dieses hat zum Ziel, die Entwicklung der Informationstechnologie in Marketing und Vertrieb zu fördern und die betriebswirtschaftliche Relevanz transparent und verständlich darzustellen. Es scheint zu gelingen, wie die Erfahrungen mit dem ersten MarketingIT Solution Forum in Düsseldorf zeigen.
Drehen wir den Spieß einmal um: Wie steht’s eigentlich mit dem Marketing der IT-Branche, genauer: der Softwareanbieter? Auch dieses Thema beleuchten wir, pünktlich zur Fachmesse Cebit in Hannover, in diesem Heft, und werfen ein Schlaglicht auf einen klaren Trend: Die Marketer gewinnen die Oberhand über die Ingenieure und Programmierer. Kommuniziert wird nicht mehr Technik, sondern Nutzen. Dass Microsoft sich mit der Werbung für das neue Betriebssystem Windows 7 an die Spitze der Bewegung setzt, ist keine Überraschung. Zu qualvoll waren die Erfahrungen mit dem glücklosen Vorgänger Windows Vista, der keineswegs den erwünschten „Haben-wollen“-Effekt ausgelöst hatte. Es wirbt sich eben leichter und souveräner, wenn der Produktnutzen wirklich auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt ist.
Die neue Ausgabe der absatzwirtschaft erhalten Sie hier.
von Christoph Berdi | Okt. 2, 2009 | Allgemein
Großbritannien ist ein interessanter Markt für Marketingverantwortliche im Lebensmittelmarkt. Dort prallen zwei der besten Lebenseinzelhändler der Welt aufeinander: Die britische Tesco und Asda, eine Tochter des US-Imperiums Wal-Mart. Letzterer hat jetzt für Asda eine neue Initiative zur Steigerung der Kundenloyalität angekündigt. Das Interessante daran: Diese Kundenbindung funktioniert nicht über klassische Bonussysteme, sondern durch Einbeziehung der Kunden in Geschäftsentscheidungen. Von Januar an werden 18000 Asda-Stammkunden beispielsweise Zugriff auf neue Produkte haben, bevor sie regulär zu kaufen sind. Doch der Ansatz geht noch weiter. Die Kunden sollen in viele Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden, in Produktlaunches genauso wie in Fragen der Verpackungen. Interessant ist die Haltung dahinter: CEO Andy Bond glaubt nicht, dass Kundenloyalität mit Punktesystemen oder Gutscheinen erkauft werden kann. Aber die besten Ideen seiner Kunden zur Verbesserung des Angebots und der Geschäfte, die will er durchaus belohnen. Mit dem neuen Blog „Aisle Spy“, der einen Blick hinter die Kulissen erlaubt, und einem „transaprenten“ – also weitgehend gläsernen – Laden in Wales soll die Philosophie ebenfalls transportiert werden. Einen ausführlichen Bericht dazu brachte jetzt das Wall Street Journal Europe.