von Christoph Berdi | Dez. 16, 2009 | Allgemein
Unsere Studie „Brand Excellence“, die auf den Stories der Marken-Award-Gewinner bis 2009 basiert, haben die Kollegen des Handelsblatts in einem größeren Artikel verarbeitet. Den Fokus legen sie dabei auf die Marken-Innovationen des Mittelstandes. Eine interessante und berechtigte Perspektive, denn es sind ja nicht nur Markenkonzerne wie P&G oder Henkel, die die Markenführung voranbringen. Kai Howaldt, Partner von Roland Berger Strategy Consultants, sagt in dem Beitrag: „Oft genug überzeugen gerade kleinere und mittlere Unternehmen, die nicht viel Geld für Werbung ausgeben können, mit guten, pfiffigen Ideen.Die wirklich neuen Impulse stammen meistens von mittelgroßen Firmen.“ Den kompletten Beitrag können Sie hier lesen:
http://www.handelsblatt.com/roland-berger-studie-die-starken-marken-des-mittelstandes;2500750
Derweil bestätigt auch das Bewerbungsverfahren für den Marken-Award 2010, dass der Klein- und Mittelstand zumindest in der Spitze nicht das Nachsehen haben muss. Unter den Brands, die jetzt von der Jury für den Preis nominiert worden sind, befinden sich eben nicht nur solche von Großunternehmen. Eine spannende Sache und ein enges Finish. Ich traue mir jedenfalls keine Wette darauf zu, wer nach der zweiten Stufe des Bewerbungsverfahrens im Januar den Preis wirklich gewinnt.
von Christoph Berdi | Dez. 4, 2009 | Allgemein
„Das Procter-Pontenzial“ – das war die Titelgeschichte der absatzwirtschaft-Ausgabe 8/2009. Jetzt gibt´s mehr zum Thema, und zwar in der Wirtschaftswoche Nr. 49 vom 30. November. Unter der Headline „Billige Masche“ beschreibt die Wiwo die Strategie, den P&G-Marken preisgünstigere Ableger zur Seite zu stellen. Schön: die Mini-Porträts der P&G-Marketer Andre Corell, Maximilian Conze und Stefan Sallandt.
„Der neue Siemens – Wie Konzernchef Löscher den alten Riesen zum grünen Technologieführer trimm“ hieß die Titelstory in der Aprilausgabe der absatzwirtschaft. Auch hierzu gibt´s neue Informationen, und zwar in der „Zeit“ vom 26. November. „Das grüne Wunder“ ist die Geschichte überschrieben.
von Christoph Berdi | Nov. 26, 2009 | Allgemein
Editorial zur absatzwirtschaft-Ausgabe 12/09:

Der traurige Tod von Nationaltorhüter Robert Enke gemahnt daran, dass dem Streben nach Effizienz und Quote im Sportbusiness eine natürliche Grenze gesetzt ist. Wenn Sportler nur noch funktionieren müssen, ist diese überschritten. Skispringer Sven Hannawald und Fußballspieler Sebastian Deisler sind weitere Beispiele für Spitzenkräfte, die dem Druck nicht gewachsen waren und den Sinn ihres Berufs nicht mehr erkannten. Aber sie haben Auswege gesucht und gefunden. Es würde dem tragischen Ereignis um Enke den Sinn nehmen, wenn alle am Profisport Beteiligten 2010 einfach wieder zur Tagesordnung übergingen. Dennoch wird auch in Zukunft Leistung zählen: für Vereine, Athleten und Sponsoren. In dieser Ausgabe präsentieren wir gleich zwei Ausnahmesportler, die für sich gute Lösungen im Spannungsfeld von Erfolg und Kommerz gefunden haben.
Wladimir Klitschko und sein Berater Bernd Bönte schildern im Interview mit absatzwirtschaft-Redakteur Thorsten Garber aus ihrer Sicht die Zusammenarbeit mit Marketing und Medien. Gemeinsam mit seinem Bruder Vitali Klitschko ist „Mr. Steelhammer“ einer der beliebtesten und erfolgreichsten Partner der werbenden Wirtschaft. Doch nicht jeder Spitzensportler steht derart im Licht der Öffentlichkeit wie die boxenden Brüder, und nicht jedes Unternehmen kann sich eine Kampagne mit einem Superstar leisten.
Deshalb lohnt der Blick in die vermeintlichen Randsportarten, wo genauso hart gearbeitet und gefightet wird und faszinierende Persönlichkeiten nach Erfolgen streben. Mit Olympiasiegerin Britta Heidemann, die als Fechterin in Peking nicht nur auf der Planche eine gute Figur abgegeben hat, fragen wir nach den Besonderheiten von Testimonialwerbung jenseits von Fußball-Bundesliga, Formel 1 und Boxring.
Sportlich nehmen müssen einige Agenturmanager die Studie agentur-images 09, die sich mit 375 geführten Interviews auch in diesem Jahr als hieb- und stichfest erweist. Wiederum zeigt sich Jung von Matt als Agentur mit dem besten Leumund. Aber Konkurrenten wie Serviceplan, BBDO und „Zum Goldenen Hirschen“ – letzterer ist in diesem Jahr zum ersten Mal dabei – knabbern an der Dominanz von JvM. Eines ist offensichtlich: In der Wahrnehmung ihrer Auftraggeber haben die inhabergeführten Agenturen ihren Kollegen aus den Networks den Rang abgelaufen. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Mit dieser Dezember-Ausgabe verabschiedet sich die absatzwirtschaft für dieses Jahr.
Redaktion und Verlag wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr.
Ihr Christoph Berdi Chefredakteur
von Christoph Berdi | Nov. 20, 2009 | Allgemein
Auf meinem Handy habe ich kürzlich ein paar News- und Infodienste eingerichtet, über die ich mich unterwegs auf dem Laufenden halten kann. Erst war ich begeistert, dann schockiert. Weshalb? Weil es zuviel ist. Zumindest kostenlos. Drei, vier Ticker führender deutscher Medienhäuser geschickt kombiniert, und von den relevanten Ereignissen entgeht Ihnen nichts mehr.
Der exklusiv für die Printausgaben vorgehaltene Content? Geschenkt. Leser nutzen Printmedien ohnehin selektiv, scannen die meisten Inhalte mehr als dass sie sie lesen. Umso besser, wenn Pushdienste sie schon mal vorselektieren. Und ob das Fehlen der Exklusivmeldungen und –geschichten auf diesen Tickern wirklich als relevant empfunden wird? Fraglich. Die Menschen haben ohnehin den Eindruck, zu viel denn zu wenig Information zu bekommen. Für wen ist es denn wirklich relevant, wenn irgendwo ein Landespolitiker vom Sturmgeschütz der Demokratie demoliert wird? Für eine Minderheit.
Nun brauche ich bedrucktes Papier fast wie die Luft zum Atmen, kann an keiner Zeitschrift und Zeitung vorbeigehen, ohne einen Blick hineinzuwerfen, den Duft zu atmen, die Gestaltung auf mich wirken zu lassen und die Texte anzulesen. Die Mehrheit der Leser ist im Vergleich dazu wahrscheinlich eher emotionslos – und für die digitalen Alternativen empfänglich. Die entsprechenden Programme („Apps“) der Verlage für die Smartphones werden sicher ein rasender Erfolg. Jede Wette, sie werden den gedruckten Ausgaben mehr und mehr das Leben schwer machen, zumindest die Zweitzeitung ersetzen und solche Leser, die ohnehin nicht mehr zu überzeugt sind, zur Abo-Kündigung bewegen und den Kioskverkauf drücken.
„Smart News“ haben schließlich gegenüber den Internetauftritten einen Riesenvorteil: Sie sind mobil und noch dazu mit Multimedia anzureichern. Für die Medienhäuser ist es deshalb überlebenswichtig, Apps anzubieten. Und zwar kostenpflichtig.
von Christoph Berdi | Nov. 18, 2009 | Allgemein
Wer beim Kölner Motorenhersteller Deutz AG das Technikum besucht, steht automatisch stramm vor Ehrfurcht. Nicht nur wegen der Motoren aus vergangenen Industrieepochen, die in diesem kleinen, aber sehr feinen Museum zur Firmengeschichte für besucher immer noch ihren Dienst verrichten. Es sind die Persönlichkeiten, die Deutz groß gemacht haben und noch heute Respekt einflößen. Nicolaus-August Otto, Gottlieb Daimler, Wilhelm Maybach, Rudolf Diesel, Robert Bosch und – man staune – Ettore Bugatti – sie alle hinterließen in der frühen Phase des Motorenbaus ihre Spuren bei Deutz. Das ist ein Personaltableau mit Wow-Effekt, keine Frage. Die Kehrseite der Medaille ist: Die meisten haben ihr Glück schließlich woanders gemacht, teilweise mit Ideen und Patenten, für die Deutz keine Verwendung hatte. Was lernen wir daraus? Halten Sie bloß die Leute mit den guten Ideen fest!