Human Ressources und Innovationen – historisch betrachtet

Wer beim Kölner Motorenhersteller Deutz AG das Technikum besucht, steht automatisch stramm vor Ehrfurcht. Nicht nur wegen der Motoren aus vergangenen Industrieepochen, die in diesem kleinen, aber sehr feinen Museum zur Firmengeschichte für besucher immer noch ihren Dienst verrichten. Es sind die Persönlichkeiten, die Deutz groß gemacht haben und noch heute Respekt einflößen. Nicolaus-August Otto, Gottlieb Daimler, Wilhelm Maybach, Rudolf Diesel, Robert Bosch und – man staune – Ettore Bugatti – sie alle hinterließen in der frühen Phase des Motorenbaus ihre Spuren bei Deutz. Das ist ein Personaltableau mit Wow-Effekt, keine Frage. Die Kehrseite der Medaille ist: Die meisten haben ihr Glück schließlich woanders gemacht, teilweise mit Ideen und Patenten, für die Deutz keine Verwendung hatte. Was lernen wir daraus? Halten Sie bloß die Leute mit den guten Ideen fest!

By Christoph Berdi

Christoph Berdi, Jahrgang 1966, hat an der Universität Dortmund Journalistik und Geschichte studiert und bei der WAZ-Gruppe volontiert. Der Diplom-Journalist arbeitete freiberuflich für verschiedene Medien wie die Deutsche Welle, Süddeutsche Zeitung und Ruhr-Nachrichten, bevor er 1994 als Redakteur zum Fachverlag der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte. Dort arbeitete er zunächst für das „handelsjournal“. Von 2000 bis März 2013 war er Chefredakteur der absatzwirtschaft – Zeitschrift für Marketing.