von Christoph Berdi | Okt. 16, 2009 | Allgemein
Doktorarbeiten zur MarketingThemen auszueichnen ist eine prima Idee. Viele bedenkenswerte Forschungsergebnisse gehen in der Flut der Dissertationen einfach unter. Der Marketingforscher-Veband EMAC und die Unternehmensberatung McKinsey suchen jetzt die besten Dissertationen 2010. Wer seine Diss in diesem Jahr abschließt, kann sich bis Ende nächsten Januars um den Marketing Dissertation Award 2010 bewerben, und zwar hier. Die Konkurrenz wird groß sein, denn die Ausschreibung gilt für Europa, Asien und Afrika. Also, liebe Doktoranden, nur Mut! Dafür gibt´s dann neben einem karrierefördernden Award auch ein Preisgeld und eine Auszeichnung auf der EMAC-Konferenz 2010 in Kopenhagen.
von Christoph Berdi | Okt. 16, 2009 | Allgemein
Die Neuauflage seines Buches „Marken des Jahrhunderts“ stellte Florian Langenscheidt zur Frankfurter Buchmesse vor, aber in einer ganz besonderen Location: beim Deutschen Fußballbund (DFB). Mit gutem Grund, hat doch Deutschlands größte Massenbewegung diesmal Eingang gefunden in das Standardwerk.

Verbandspräsident Theo Zwanziger freute sich sichtlich und dankbar darüber, aber bei allem Understatement des Gepriesenen wurde auch deutlich, dass sich der DFB seiner Markenkraft längst bewusst ist. Er schöpft sie aus der Einheit von Profi- und Amateurfußball, aus der Spanne zwischen den Nationalmannschaften und den Niedrigligisten und Junioren, die jede Woche aus lauter Lust und Laune vor den Ball treten. Die 1000 Kunstrasenplätze, die der Verband aus den gewinnen der Sommermärchen-WM 2006 finanzierte, sind dafür ein gutes Beispiel. Aber auch die Integrationsarbeit des DFB und seiner Clubs ist erwähnenswert, wenn von der Marke die Rede ist. Alle möglichen ethnischen Gruppen finden im Fußball zusammen, manche Clubs haben spezielle Projekte und Programme, beispielsweise zur Integration muslimischer Mädchen. Beachtswert, finden auch die verantwortlichen des Deutschen Nachhaltigkeitspreises, die den DFB in diesem Jahr für sein erfolgreiches, soziales Engagement auszeichnen. Und mit der WM in Südafrika und der Frauen-WM 2011 in Deutschland in den kommenden Jahren steht der erfolgreichen Entwicklung der marke DFB nichts mehr im Wege.
von Christoph Berdi | Okt. 2, 2009 | Allgemein
Dass Kundenbewertungen und -rezensionen im Onlinehandel ein wirksames Marketinginstrument sein können, beweist Amazon.com schon seit einem Jahrzehnt und iTunes immerhin seit einigen Jahren. Das Team des E-Commerce-Leitfadens wollte nun herausfinden, wie es darum heute bestellt ist und befragte Nutzer seine Newsletter und Webdienste (n=190).
40 Prozent der Online-Händler bieten demnach diese Form der Produktbewertung bereits an. Ein Viertel plant die Einführung der Bewertung ihrer Artikel durch ihre Kunden. Knapp ein Fünftel lehnt diese Methode ab, wobei 6 Prozent davon als Grund die Angst vor schlechten Bewertungen angeben. Bei 15 Prozent unterstützt die Shop-Software keine Kundenrezensionen. Angst ist immer ein schlechter Ratgeber, und wer Kritik von Kunden fürchtet, hat vielleicht auch Grund dazu.
Allerdings gibt es bei den E-Shop-Betreibern zwei Gruppen: Die einen bieten eigene Produkte an. Kundenrezensionen haben damit direkten Einfluss auf das Image des Unternehmens. Bei E-Shops wie Amazon oder iTunes – beide sind reine Händler – ist das anders. Ob ein Schundbuch von der Community in Grund und Boden geschrieben wird oder eine CD vernichtende Kritiken erntet, kann den Betreibern herzlich egal sein. Ihnen schlagen offenherzige Kundenäußerungen sogar auf die Butterseite. Trotzdem: Vielleicht ist es besser, dass Kunden auf der eigenen Unternehmenseigenen Website ihr Herz ausschütten können, als dass sich eine kritische Diskussion unbemerkt in den Sphären irgendwelcher Foren und Communities entwickelt. Und deshalb ist es gut, dass viele Online-Anbieter ihren Kunden die Möglichkeit zur Rezension oder Bewertung anbieten oder anbieten wollen.
von Christoph Berdi | Okt. 2, 2009 | Allgemein
Großbritannien ist ein interessanter Markt für Marketingverantwortliche im Lebensmittelmarkt. Dort prallen zwei der besten Lebenseinzelhändler der Welt aufeinander: Die britische Tesco und Asda, eine Tochter des US-Imperiums Wal-Mart. Letzterer hat jetzt für Asda eine neue Initiative zur Steigerung der Kundenloyalität angekündigt. Das Interessante daran: Diese Kundenbindung funktioniert nicht über klassische Bonussysteme, sondern durch Einbeziehung der Kunden in Geschäftsentscheidungen. Von Januar an werden 18000 Asda-Stammkunden beispielsweise Zugriff auf neue Produkte haben, bevor sie regulär zu kaufen sind. Doch der Ansatz geht noch weiter. Die Kunden sollen in viele Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden, in Produktlaunches genauso wie in Fragen der Verpackungen. Interessant ist die Haltung dahinter: CEO Andy Bond glaubt nicht, dass Kundenloyalität mit Punktesystemen oder Gutscheinen erkauft werden kann. Aber die besten Ideen seiner Kunden zur Verbesserung des Angebots und der Geschäfte, die will er durchaus belohnen. Mit dem neuen Blog „Aisle Spy“, der einen Blick hinter die Kulissen erlaubt, und einem „transaprenten“ – also weitgehend gläsernen – Laden in Wales soll die Philosophie ebenfalls transportiert werden. Einen ausführlichen Bericht dazu brachte jetzt das Wall Street Journal Europe.
von Christoph Berdi | Sep. 30, 2009 | Allgemein
Editorial zur absatzwirtschaft-Ausgabe 10/2009:

Fast wie bestellt bessert sich vor der Bundestagswahl auch in Marketing und Vertrieb die Stimmung. Immerhin gut die Hälfte der Entscheider hält es mit dem Bonmot des Walmart-Gründers Sam Walton zur Rezession: „Ich habe darüber nachgedacht und mich entschieden, nicht daran teilzunehmen.“
Diese gelinde Arroganz darf sich ein Entscheider im Unternehmen zwar nicht ganz und gar zu eigen machen, aber ein wenig schimmert diese Haltung auch durch die Ergebnisse unserer Planungsumfrage für 2010: 48 Prozent der Vertriebsmanager und 56 Prozent der Marketingentscheider äußern sich zu den Aussichten positiv. Nun müssen den Worten Taten folgen. Was sonst noch von Marketing und Vertrieb zu erwarten ist, erfahren Sie in unserer Titelgeschichte.
Lange schon auf Ballhöhe agiert die Einkaufsgenossenschaft Intersport. Und das nicht nur mit Blick auf das Sortiment.
Auch strategisch stimmt’s bei dem Heilbronner Unternehmen. Im Interview mit absatzwirtschaft-Redakteur Thorsten Garber spricht Vorstand Klaus Jost darüber, wie Intersport als ehrlicher Makler zwischen Markenartiklern und Einzelhändlern für ein überzeugendes Gesamtangebot für die Kunden sorgt.
Und nicht nur das. Jost wirft Schlaglichter auf die Internationalisierung, das Rabatt-Unwesen und die Krise von Karstadt. Von der profitieren die Intersport-Händler (und andere Fachhändler wahrscheinlich auch). Josts Ursachenanalyse ab Seite 12 ist ebenso sachlich wie klar.
Nicht ungetrübt ist das Verhältnis von Werbungtreibenden und Agenturen. Deshalb haben Handelsblatt und absatzwirtschaft zu einem gemeinsamen Roundtable geladen. Zu klären war ein brennendes Thema: Wie erfolgsabhängig lässt sich die Agenturvergütung gestalten?
Kann man die Dienstleister überhaupt an den wirtschaftlichen Ergebnissen einer Neueinführung oder eine Kampagne beteiligen?
Eine interessante Frage.
Schönfärberei ist entgegen oft geäußerter öffentlicher Meinung nicht Ziel des Marketing. Sie kann aber äußerst angesagt sein, wenn man sie als Geschäftsfeld betrachtet – wie bei der Haarpflegemarke Schwarzkopf. Seit Jahren bearbeitet sie die Märkte für Verbraucher und Profis so intensiv, dass sie mit Marken wie Schauma, Gliss oder Taft zu immer neuen Erfolgen eilt. Schwarzkopf, der Wachstumsmotor des Henkel-Konzerns, gewinnt als solcher den Deutschen Marketing-Preises 2009. Chapeau!
Freuen Sie sich auf die Präsentation des Marketing-Champions auf dem Deutschen Marketing-Tag am 30. Oktober in Berlin. Das Motto des Kongresses: „Keine Kompromisse. Marketing der neuen Realität“.
von Christoph Berdi | Sep. 28, 2009 | Allgemein
„Design-Kapitale für Entdecker“ habe ich den Beitrag über Mailand in der aktuellen absatzwirtschaft (10/2009, S. 122) überschrieben. Die Entdeckungsreise funktioniert natürlich auch im Internet. Hier sind die Links zum Artikel.
http://www.cosmit.it
http://www.triennale.it/
http://www.designlibrary.it/
http://www.scuoladesign.com
http://www.aliasdesign.it/
http://www.antoniocitterioandpartners.it/
http://www.armani-viamanzoni31.it/
http://www.artemide.com/
http://www.bebitalia.it/
http://www.balenciaga.com/
http://www.cappellini.it/
http://www.cassina.it/
http://www.depadova.it/
http://www.driade.it/
http://www.dolcegabbana.it/
http://www.flos.it/
http://www.micheledelucchi.com/
http://www.paneacqua.com/
http://www.stefanogiovannoni.it
http://www.rossanaorlandi.com/
http://www.skitsch.it/
http://www.stuartweitzmann.com/
Sie haben auch Lieblingslinks zur Mailänder Designszene? Dann komplettieren Sie doch einfach diese Liste ind en Kommentaren!