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W&V: Kreativer verkauft Rosenkränze in Kondomfach

Gar nicht so einfach, dem mit Rosenkränzen gefüllten und Schlagzeilen landauf, landab gesegneten Verkaufsautomaten der Gemeinde St. Joseph in Hamburg-Wandsbeck einen Namen zu geben, bloggt W&V-Chefredakteur Jochen Kalka:

Nun fehlte dem Hamburger Heilix Blechle noch ein Name. Da soll der Kreative Dirk Rothmund, der schon für Marken wie Ritter Sport aktiv war, fromme Wünsche oder Vorstellungen gehabt haben, etwa „Heiliger Bimbam“. Heißt es aus unheiligen Quellen. Am Ende hört der einstige Kondomlieferant jetzt auf den Namen „Bet-Box“. Unzählige Medien haben darüber berichtet, von „Bild“ bis hin zum ZDF-Format „Drehscheibe“, das es tatsächlich noch geben soll. Keiner hat sich mit der scheinbar unchristlichen Vergangenheitsbewältigung des Automaten beschäftigt.

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Jede Wette, so viel Aufmerksamkeit gab es für einen einzelnen Verkaufsautomaten noch nie!

Markennamen: Vermeiden Sie die Initialen-Falle | Brandtner on Branding

Oha, wenn die unternehmensintern gebräuchliche Abkürzung tatsächlich ein Grund für eine Umbenennung ist, dann stimmt da etwas mit dem Findungsprozess nicht. Hier ein lesenswertes Stück von Markenberater Michael Brandtner zum Thema „Abkürzungen als Markennamen“:

AWD, BK, EY, GE, IBM, VW oder BMW. Immer wieder setzen Unternehmen auf Initialen als Markennamen. In vielen Fällen passiert dies, weil der Unternehmensname zu lange ist bzw. oft auch, weil die Abkürzung intern im Sprachgebrauch genutzt wird. Langversion versus Abkürzung.

Wenn Sie sich die sechs Abkürzungen oben ansehen, denken Sie wahrscheinlich bei AWD automatisch an Allgemeiner Wirtschaftsdienst, bei GE an General Electric, bei IBM an International Business Machines und bei BMW an Bayrische Motorenwerke. In all diesen Fällen ist die Abkürzung als Markenname besser geeignet als die jeweilige Langversion. BMW klingt nach Marke. Bayrische Motorenwerke nach einer Unternehmensbezeichnung. Das Gleiche gilt auch für AWD, GE und IBM. Wofür aber stehen jetzt BK und EY? BK steht für natürlich für Burger King. Und EY ist der neue Markenname für Ernst & Young. Nur in diesen beiden Fällen ist die jeweilige Langversion besser als die Abkürzung, da sowohl Burger King als auch Ernst & Young funktionierende eigenständige Markennamen sind. So kürzt auch kein Kunde Burger mit BK oder Ernst & Young mit EY ab.

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Portigon – ein Firmenname als Karikatur

Leider hat die Universität Duisburg irgendwann aufgehört, den goldenen Marketingflop zu küren. Dabei gibt es dumme Ideen genug, die „Marketing im Leerlauf“ erzeugen, das zwar wie Marketing aussieht und auf entsprechenden Pappen und in Powerpoints superprofessionell daherkommt, aber überhaupt keine Traktion erzeugt. Oder schlicht aberwitzig ist. Oder Züge von Größenwahn zeigt. Ein solches Beispiel ist mir gerade durch Zufall untergekommen, beim Radiohören im Auto: der Finanzdienstleister Portigon.

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