Re-Targeting – Ich bin gar kein Raucher….

Erlebe gerade am eigenen Bildschirm wie gut das Re-Targeting im Internet funktioniert. Seit ich für den Blog-Eintrag über Zippo letzte Woche Informationen gesucht habe, liefern mir die Internetseiten der Axel Springer Media Impact (bild.de, welt.de) munter Banner- und Skyscraper-Werbung  für die Kultfeuerzeuge aus. Ein Klick auf ein “i” wie Info verrät: ” Sie sehen in diesem Banner Produkte, die auf Sie zugeschnitten sind. Sie möchten diese nicht mehr angezeigt bekommen, klicken Sie bitte hier.” Dieses Opt-out führt zum Online-Marketing-Dienstleister Adnologies. Der hat mein Bewegungsmuster auf den Zippo-Websites analysiert und steuert nun recht individualisierte Werbung auf meinen Bildschirm. Nun denn, ich bleib, allein aus professionellem Interesse, eingeoptet.  Aber mir geht es dabei schon etwas wie einst dem Cappucino-Mann von Melitta. Der hatte gar kein Auto. Und ich bin gar kein Raucher… Und sind die Zielgruppen-Daten noch so gut –  nicht immer ist es, wie es scheint. Das ist gut so, denn diese leichte Ungenauigkeit im Re-Targeting kommt natürlich durch die Anonymisierung der Daten zustande. Die funktioniert!

Hier als Erinnerung an eine großartige Werbung und leise Warnung  für alle allzu Datengläubigen:

3 thoughts on “Re-Targeting – Ich bin gar kein Raucher….

  1. Andreas Schwibbe

    Sehr geehrter Herr Berdi,

    die adnologies GmbH ist technischer Dienstleister für Agenturen, Networks und Publisher. Unsere Profiling-Technologie erhebt im Auftrag, wie Sie auch schon geschrieben haben, anonymisierte Bewegungsmuster auf WebSeiten und nutzt diese Daten zur Aussteuerung von interessensbasierter Werbung.
    Als Anbieter mit Sitz in Deutschland sind Transparenz und Aufklärung für uns bedeutende Eckpfeiler unseres Geschäftsmodells, denn wir verstehen die personalisierte Werbung auf Basis anonymisierter Daten als positiven Nutzen für den User, der nun Anzeigen erhält, die zumindest wahrscheinlich besser zum Interesse passen als eine rein zufällig ausgespielte Werbung. Dies hilft aus unserer Sicht denen, die sich über Werbung finanzieren (bessere Monetarisierung), den Werbekunden (bessere Zielgruppenansprache) und auch den Nutzern (Werbung mit erhöhtem Nutzwert), unter der Bedingung, dass auch anonyme Nutzer jederzeit der Teilnahme an dieser Methodik widersprechen können.
    Natürlich hat jede Technologie eine gewisse Unschärfe 😉
    Wir möchten gerade über die Kennzeichnung der Werbemittel mit unserem i-Symbol mit den Empfängern der Werbung anonym in Kontakt treten und freuen uns über Feedback und Kritik, die wir konstruktiv in bessere Produkte umsetzen können und dabei die Wahl jedes Einzelnen zum freiwilligen OptIn/Out wahren.
    Vielleicht können wir dann in Zukunft Hr. Angelo doch noch für ein eigenes Auto interessieren 😉

  2. 121WATT

    Was sicher nicht ganz unwichtig ist beim Thema Retargeting und Remarketing sind die beiden Kriterien Recency – also wie lange wird man getargeted und die frequency, also wie lange maximal. Bei Google Retargeting Model, das sich Remarketing nennt, sind hier bis zu 540 Tage möglich, das ist schon ganz schön lang.
    Beste Grüße aus München
    Alexander

  3. Pingback: “Stalking” hat in der Diskussion ums Targeting nichts zu suchen | -ber

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