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Ganz akademisch beging die Handelshochschule Leipzig ihr Jubiläum: 20 Jahre nach der Wiedergründung in 1992 gab sich die Marketing-Prominenz die  Ehre an der privaten Hochschule, die von Professor Andreas Pinkwart geleitet wird. Im Hörsaal auf dem Universitäts-Campus an der Jahnallee hielten die Gäste den Tag über aus, um unter anderem die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Marketing-Guru Philip Kotler und Versandhausunternehmer Michael Otto mitzuerleben.

Kotler ist ein Phänomen. 81-jährig, arbeitete der Autor des Standardwerks “Marketing-Management” den ganzen Tag über intensiver als alle anderen im Saal, hörte jeden Vortrag und jede Podiumsdiskussion, und notierte unverdrossen neue Ideen und Gedanken. Wer meint, der große alte Mann des Marketing sei nicht mehr up to date, darf sich eines Besseren belehren lassen. Dieses Jahr hat er den World Marketing Summit in Bangladesh ins Leben gerufen, um mit Hilfe des Marketing-Instrumentariums die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Dort wurde die Dhaka-Declaration verabschiedet, die Ansätze beschreibt, wie Marketing weltweit zur sozialen Entwicklung beitragen kann. Außerdem steht er hinter dem weltweist ersten Museum für modernes Marketing, das auf Bali eröffnet wurde. “Chaotics” und “Marketing 3.0” heißen seine jüngsten Bücher. In Deutschland mag es etwas still um “Phil” Kotler geworden sein, weltweit haben seine Ideen und Gedanken nach wie vor große Bedeutung, offenbar vor allem in Asien. Umso bemerkenswerter, dass er nun als Ehrendoktor der HHL in Leipzig in den USA und eigentlich weltweit als deren “Ambassador” auftritt, wie er in seiner Dankesrede sagte. Ihn und Michael Otto zu ehren, war eine ausgesprochen gute Idee, die der HHL hilft, sich national und international och nbesser zu positionieren. Die HHL wurde 1898 gegründet und ist damit die älteste Schule ihrer Art in Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die HHL in der DDR durch eine wechselvolle Geschichte, war zeitweilig in die Universität eingegliedert. 1992 erfolgte die formelle Wiedergründung. Seither arbeitet sich die HHL in den Rankings der europäischen Business Schools nach vorne und möchte in wenigen Jahren zu den Top Ten gehören.