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Hier mein Editorial aus absatzwirtschaft 10/2011:

 

Die Planungsumfrage der absatzwirtschaft für das kommende Jahr offenbart ein seltsames Ergebnis.
Fast zwei Drittel der Teilnehmer können nicht einschätzen, welche Maßnahme im Jahr 2012 die wichtigste sein wird.
So liegt, mit gerade mal acht Prozent der Stimmen, das “Internetmarketing” vorne.
Eine überzeugende Antwort ist das nicht.

 

 


DMV-Präsident Karl Georg Musiol ist verwundert und ringt um eine Erklärung für die wankelmütigen Aussagen in der Umfrage: “Die Volatilität verursacht allenthalben Verunsicherung in der Wirtschaft.”

Sah es vor wenigen Monaten noch so aus, als würde Deutschlands Ökonomie nach der Finanzkrise mit guten Wachstumsraten weiter durchstarten, so ist nun klar geworden, dass keine wirtschaftswundersamen Zeiten angebrochen sind.
Sondern allenfalls wundersame.
Der Euro steckt in der Klemme, Griechenland sowieso, die USA konnten gerade mal so die Zahlungsunfähigkeit vermeiden.
Soll Hellas pleite gehen?
Oder die Eurogemeinschaft aufgekündigt werden?
Und spiegelt die Talfahrt des DAX die Leistungen der Unternehmen überhaupt wider?
Und was bedeutet das alles für Konjunktur, Märkte und Marketer?
Fragen über Fragen, die in der Titelgeschichte zum Marketing 2012 ab Seite 18 aufgeworfen werden.

Fragen wirft auch ein dieses Jahr als “Store of the year” geadeltes Einzelhandelsgeschäft in Berlin auf: Coeo – das Haus der guten Taten.
Der Papierform nach handelt es sich um ein durch und durch gutes Geschäftsmodell: Fair Trade, Produkte aus Behindertenwerkstätten, Behinderte als Beschäftigte, all das im christlichen Kontext.
Aber der Blick hinter die Kulissen offenbart eine weitere Schicht der Wahrheit: Bei Coeo handelt es sich um ein Reich-Gottes-Unternehmen mit allerlei betrieblichen Besonderheiten und einer erzkonservativen, bisweilen fundamental-evangelikalen Werteorientierung.
Gegen Recht und Gesetz verstößt dies nicht, aber es wäre zumindest zu erwarten, dass die Betreiber ihre Haltung auch offen kommunizieren.
Das unterlassen sie aber und täuschen damit Partner und Kunden, wie Sie ab Seite 40 nachlesen können.

Eine weitere Frage, die die Marketer zunehmend beschäftigt, ist die nach den Finalisten und Gewinnern des Marken-Award 2012 für exzellente Leistungen in der Markenführung.
Bevor die Jury darauf eine Antwort gibt, sind erst einmal die Unternehmen an der Reihe: Die Bewerbungsfrist läuft, und zwar bis zum 11. November. Weitere Informationen und den Bewerbungsleitfaden finden Sie auf der Website www.marken-award.de.

Mehr Antworten als weitere offene Fragen bei der Lektüre dieses Heftes und viel Erfolg bei der Bewerbung um den Marken-Award wünscht Ihnen

Christoph Berdi

E-Mail: c.berdi(at)fachverlag.de