Bundesliga, Partnerportale und Pitchberatungen

“Start, Beginn und Anfang” ist mein Editorial für die Ausgabe absatzwirtschaft 8/2011 überschrieben:

“Ein guter Start ist sicherlich keine unbedeutende Sache, hat aber nicht viel zu sagen”, behauptet der Philosoph Sokrates. Klar plant der Profi von Anfang an fundiert und erzielt im günstigen Fall gleich zu Beginn Erfolge. Doch der Berufsalltag lehrt, wie wichtig ein langer Atem ist. Und Ideen für neue Geschäfte lassen sich meist nur über geraume Zeit realisieren.
Manager tun also gut daran, die langfristigen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.

Pünktlich zum Beginn der neuen Bundesliga-Saison am 5. August steht mit Christian Seifert der Chef der Deutschen Fußball Liga (DFL) ausführlich Rede und Antwort. Im Doppelpass mit unserem Autor Roland Karle spricht er über ein Premiumprodukt, dessen Attraktivität und Wirtschaftskraft stetig gestiegen sind. Doch das Wachstum stößt an Grenzen, also muss die DFL als “Dienstleister, Thinktank und Sittenpolizei” der Profiklubs langfristig das Business entwickeln. Wie, das lesen Sie ab Seite 12.

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Buhmann Bierhoff?

Scheint so, als bekäme Oliver Bierhoff im Disput zwischen DFB- und Nationalmannschaftsführung den Schwarzen Peter…. In dem Artikel von DerWesten.de muss ein in die Jahre gekommener Beitrag von www.absatzwirtschaft.de die Argumentation untermauern. Aber er bleibt wahr. Hier der Link zu den Artikeln mit und über Bierhoff auf absatzwirtschaft.de, wobei die zentralen Fundtsellen von 2002 (sic!) stammen. Soviel zum Thema Aktualität…

Klitschko, Heidemann, agentur-images: hieb und stichfest

Editorial zur absatzwirtschaft-Ausgabe 12/09:

Der traurige Tod von Nationaltorhüter Robert Enke gemahnt daran, dass dem Streben nach Effizienz und Quote im Sportbusiness eine natürliche Grenze gesetzt ist. Wenn Sportler nur noch funktionieren müssen, ist diese überschritten. Skispringer Sven Hannawald und Fußballspieler Sebastian Deisler sind weitere Beispiele für Spitzenkräfte, die dem Druck nicht gewachsen waren und den Sinn ihres Berufs nicht mehr erkannten. Aber sie haben Auswege gesucht und gefunden. Es würde dem tragischen Ereignis um Enke den Sinn nehmen, wenn alle am Profisport Beteiligten 2010 einfach wieder zur Tagesordnung übergingen. Dennoch wird auch in Zukunft Leistung zählen: für Vereine, Athleten und Sponsoren. In dieser Ausgabe präsentieren wir gleich zwei Ausnahmesportler, die für sich gute Lösungen im Spannungsfeld von Erfolg und Kommerz gefunden haben.

Wladimir Klitschko und sein Berater Bernd Bönte schildern im Interview mit absatzwirtschaft-Redakteur Thorsten Garber aus ihrer Sicht die Zusammenarbeit mit Marketing und Medien. Gemeinsam mit seinem Bruder Vitali Klitschko ist “Mr. Steelhammer” einer der beliebtesten und erfolgreichsten Partner der werbenden Wirtschaft. Doch nicht jeder Spitzensportler steht derart im Licht der Öffentlichkeit wie die boxenden Brüder, und nicht jedes Unternehmen kann sich eine Kampagne mit einem Superstar leisten.

Deshalb lohnt der Blick in die vermeintlichen Randsportarten, wo genauso hart gearbeitet und gefightet wird und faszinierende Persönlichkeiten nach Erfolgen streben. Mit Olympiasiegerin Britta Heidemann, die als Fechterin in Peking nicht nur auf der Planche eine gute Figur abgegeben hat, fragen wir nach den Besonderheiten von Testimonialwerbung jenseits von Fußball-Bundesliga, Formel 1 und Boxring.

Sportlich nehmen müssen einige Agenturmanager die Studie agentur-images 09, die sich mit 375 geführten Interviews auch in diesem Jahr als hieb- und stichfest erweist. Wiederum zeigt sich Jung von Matt als Agentur mit dem besten Leumund. Aber Konkurrenten wie Serviceplan, BBDO und “Zum Goldenen Hirschen” – letzterer ist in diesem Jahr zum ersten Mal dabei – knabbern an der Dominanz von JvM. Eines ist offensichtlich: In der Wahrnehmung ihrer Auftraggeber haben die inhabergeführten Agenturen ihren Kollegen aus den Networks den Rang abgelaufen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Mit dieser Dezember-Ausgabe verabschiedet sich die absatzwirtschaft für dieses Jahr.
Redaktion und Verlag wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr.

Ihr Christoph Berdi Chefredakteur

Deutscher Marketingpreis 2009 / Marketingplanung 2010

Editorial zur absatzwirtschaft-Ausgabe 10/2009:

Fast wie bestellt bessert sich vor der Bundestagswahl auch in Marketing und Vertrieb die Stimmung. Immerhin gut die Hälfte der Entscheider hält es mit dem Bonmot des Walmart-Gründers Sam Walton zur Rezession: “Ich habe darüber nachgedacht und mich entschieden, nicht daran teilzunehmen.”

Diese gelinde Arroganz darf sich ein Entscheider im Unternehmen zwar nicht ganz und gar zu eigen machen, aber ein wenig schimmert diese Haltung auch durch die Ergebnisse unserer Planungsumfrage für 2010: 48 Prozent der Vertriebsmanager und 56 Prozent der Marketingentscheider äußern sich zu den Aussichten positiv. Nun müssen den Worten Taten folgen. Was sonst noch von Marketing und Vertrieb zu erwarten ist, erfahren Sie in unserer Titelgeschichte.

Lange schon auf Ballhöhe agiert die Einkaufsgenossenschaft Intersport. Und das nicht nur mit Blick auf das Sortiment.
Auch strategisch stimmt’s bei dem Heilbronner Unternehmen. Im Interview mit absatzwirtschaft-Redakteur Thorsten Garber spricht Vorstand Klaus Jost darüber, wie Intersport als ehrlicher Makler zwischen Markenartiklern und Einzelhändlern für ein überzeugendes Gesamtangebot für die Kunden sorgt.
Und nicht nur das. Jost wirft Schlaglichter auf die Internationalisierung, das Rabatt-Unwesen und die Krise von Karstadt. Von der profitieren die Intersport-Händler (und andere Fachhändler wahrscheinlich auch). Josts Ursachenanalyse ab Seite 12 ist ebenso sachlich wie klar.

Nicht ungetrübt ist das Verhältnis von Werbungtreibenden und Agenturen. Deshalb haben Handelsblatt und absatzwirtschaft zu einem gemeinsamen Roundtable geladen. Zu klären war ein brennendes Thema: Wie erfolgsabhängig lässt sich die Agenturvergütung gestalten?
Kann man die Dienstleister überhaupt an den wirtschaftlichen Ergebnissen einer Neueinführung oder eine Kampagne beteiligen?
Eine interessante Frage.

Schönfärberei ist entgegen oft geäußerter öffentlicher Meinung nicht Ziel des Marketing. Sie kann aber äußerst angesagt sein, wenn man sie als Geschäftsfeld betrachtet – wie bei der Haarpflegemarke Schwarzkopf. Seit Jahren bearbeitet sie die Märkte für Verbraucher und Profis so intensiv, dass sie mit Marken wie Schauma, Gliss oder Taft zu immer neuen Erfolgen eilt. Schwarzkopf, der Wachstumsmotor des Henkel-Konzerns, gewinnt als solcher den Deutschen Marketing-Preises 2009. Chapeau!

Freuen Sie sich auf die Präsentation des Marketing-Champions auf dem Deutschen Marketing-Tag am 30. Oktober in Berlin. Das Motto des Kongresses: “Keine Kompromisse. Marketing der neuen Realität”.