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Nachhaltigkeit hat sich in jüngerer Zeit als Arbeitsfeld des Marketing und der Markenführung herausgebildet. Der Begriff vereint klassische Marketing-Ziele mit “guten” Wirkungen wie soziale Verträglichkeit, oder ökologische Verantwortung. Viele Unternehmen arbeiten daran, was nicht zuletzt im CSR-Boom (“Corporate Social Responsibility”) zum Ausdruck kommt. Das Problem: Nachhaltigkeit lässt sich nur schwerlich messen. Einen Ansatz präsentieren jetzt die Sempora Consulting GmbH und ihr Partner Goodbrand & Company, die einen Social Equity Index berechnen. Dieses in Großbritannien entwickelte Verfahren misst den gesellschaftlichen Beitrag und die Bedeutung einer Marke in Bezug auf ethische, soziale und umweltrelevante Attribute. In März und April 2009 wurden dazu mehr als 6 400 Verbraucher online befragt. Spitzenreiter des draus reultierenden Nachhaltigkeitsindex (GBSEI) sind die vier Autohersteller Audi, VW, BMW und Mercedes, gefolgt von Hipp, den Sparkassen, der Andechser Molkerei und dm Drogeriemärkte. Coca Cola und Amazon komplettieren die Top Ten. Solche Rankings sind schön, aber doch von begrenztem Aussagewert. Interessanter ist der Blick auf einzelne Projekte. So kam bei der Untersuchung heraus, dass das Krombacher Regenwald Projekt besser gerankt ist als “Ein Herz für Kinder”, “Volvic 1 Liter für 10 Liter” oder Dr. Oetkers “Wir fördern Familie”. Außerdem steht Krombacher in Sachen CSR besser da als die Wettbewerber in der Kategorie “Alkoholische Getränke/Bier”. Wenn solche Messungen vorgenommen werden können, ohne dass jedesmal eine individuelle Mafo aufgesetzt werden muss, ist das dem Nachhaltigkeits- und CSR-Gedanken sehr dienlich. Denn letzten Endes stellen sich auch viele Unternehmen auch hier die Frage: Was bringt´s?