Eigenlob zum neuen Weißbuch

Kaum habe ich hier noch mal gebloggt, warum Online-Werbung wächst, kommt jemand und sagt: alles viel zu wenig. Kein Wunder, wenn der Absender eines neuen Weibuchs zu “Markenwerbung und Digital” das Interactive Advertising Bureau Europe, also IAB, ist.Im IAB sind Berufsverbände aus ganz Europa zusammengeschlossen, aus Deutschland ist der Bundesverband Digitale Wirtschaft dabei. Und im IAB wiederum gibt es ein Brand Advertising Comittee, das nun eben dieses Weißbuch verfasst hat. Oder genauer dessen Chef, Eric Urdahl von der United Internet Media AG. Seiner Ansicht nach wird “Online in Mediaplänen und bei Kampagnen, die Markenbildung und -wahrnehmung beeinflussen wollen, vielfach immer noch falsch verstanden, falsch interpretiert oder unterbewertet”.

Für das Weißbuch werden er und das Comittee von IAB-Präsident Alain Heurex gleich gelobt. Sie hätten “großartiger Arbeit” geleistet, und der BVDW erklärt es gleich selbst zur “Pflichtlektüre”. Dabei erwecken weder der Verband noch die Branche den Eindruck, als hätten sie Eigenlob…. na ja. Aber lesen Sie selbst. Das Weißbuch gibt es hier. Doch nur für Mitglieder zum Download, alle anderen müssen anfragen.

Published by Christoph Berdi

Christoph Berdi, Jahrgang 1966, hat an der Universität Dortmund Journalistik und Geschichte studiert und bei der WAZ-Gruppe volontiert. Der Diplom-Journalist arbeitete freiberuflich für verschiedene Medien wie die Deutsche Welle, Süddeutsche Zeitung und Ruhr-Nachrichten, bevor er 1994 als Redakteur zum Fachverlag der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte. Dort arbeitete er zunächst für das „handelsjournal“. Von 2000 bis März 2013 war er Chefredakteur der absatzwirtschaft – Zeitschrift für Marketing.

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