Europa und USA: Auf Nummer sicher mit Online-Werbung

Neue Studien von E-Marketer Digital Intelligence und Europages zeigen: Internetwerbung boomt, weil Unternehmen in wirtschaftlich schweren Zeiten auf Nummer sicher gehen wollen.In den USA wird das Online-Marketing in den nächsten drei, vier Jahren um ein Drittel auf dann über 36 Milliarden Dollar Spendings zulegen, hat E-Marketer errechnet. Als ein wesentlicher Treiber wurde identifiziert, dass es sich um ein “sure thing”, eine “sichere Sache”, handele. Hintergrund sei die Sorge der Vermarkter um den Heilungsprozess der Wirtschaft. In dieser Phase setzten sie stärker auf messbare Online- und Suchmaschinenwerbung.

Auch in Europa haben Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMU)  ihren Mediamix in der Krise drastisch verändert. Jeweils zwischen 35 und 49 Prozent der von Europages und Opinionway befragten Firmen gaben an, Printanzeigen, Radio- und Fernsehwerbung sowie die Messebeteiligungen deutlich zurückgefahren zu haben. Dagegen sagen 52 Prozent der befragten Unternehmen, die Nutzung der Homepage des Unternehmens als hauptsächliches Instrument der Verkaufsförderung weiter ausgebaut zu haben. 53 Prozent setzen zudem auf verstärktes E-Direktmarketing und 41 Prozent auf die Verstärkung von traditionellen Direktmarketing-Aktionen (Direktwerbung oder Callcenter).

Bei der Verkaufsförderung im Internet setzen die KMUs vor allem auf Natural Listings in Suchmaschinen (36 Prozent), E-Mailing (24 Prozent), bezahlte Listings in Suchmaschinen und der Online-Verkauf (10 Prozent). Gefolgt von Suchmaschinen wird ganz klar in erster Linie die Homepage des Unternehmens genutzt, um die Aktivität des Unternehmens im Ausland bekannt zu machen und dessen Produkte oder Dienstleistungen auch dort zu verkaufen. Für die Studie wurden über 1100 KMU in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien befragt.

Published by Christoph Berdi

Christoph Berdi, Jahrgang 1966, hat an der Universität Dortmund Journalistik und Geschichte studiert und bei der WAZ-Gruppe volontiert. Der Diplom-Journalist arbeitete freiberuflich für verschiedene Medien wie die Deutsche Welle, Süddeutsche Zeitung und Ruhr-Nachrichten, bevor er 1994 als Redakteur zum Fachverlag der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte. Dort arbeitete er zunächst für das „handelsjournal“. Von 2000 bis März 2013 war er Chefredakteur der absatzwirtschaft – Zeitschrift für Marketing.

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