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Cincinnatis Spektrum an förderlichen Einrichtungen für die Markenführung ist seit kurzem um ein kleines Juwel reicher:  The Brandery, ein Business-Inkubator für Start-ups mit eingebauter Markenbildung.Matthew Veryser studiert in Dayton, Ohio, aber dreimal in der Woche pendelt er nach Cincinnati zu “The Brandery”, wo Startups gefördert und von Mentoren aus der Marketing-Industrie begleitet werden. Vier Marketing Exeprten und ein Rechtsanwalt haben das Unternehmen aus der Taufe gehoben.

Seit dem 30. August läuft die erste Runde in dem “Startup Accelerator”, und Veryser fühlt sich nach den ersten vier Wochen wirklich beschleunigt und besser vorbereitet. Das Unternehmen, das er und seine Partner Senay Semere und Pepjin de Visscher etablieren wollen, heißt Brainrack, eine Plattform für Open Innovation. Die Kernidee ist, dass Unternehmen ihre Anfragen an die weltweite Studentenschaft richten und für die besten Lösungen ihres Problems ein Preisgeld ausloben. Als Teilnehmer der Brandery erhalten die drei 20.000 Dollar, die sie zweckgebunden verwenden müssen. Im Gegenzug treten sie sechs Prozent an ihrem Unternehmen an die Branderry ab. Zu deren Sponsoren gehört auch Cincytech, ein vom Staat Ohio gegründeter Venture-Kapital-Geber, der zu einer möglichen Gesamtfinanzierung bis zu 500.000 Dollar beiträgt.

Die Idee der Brandery ist, die Start-ups sofort in die Geheimnisse des Consumer Marketing und der Markenführung einzuweihen. Aber auch auf anderen Business-Gebieten unterstützen Mentoren die jungen Unternehmer, schulen sie und helfen mit Antworten und Ratschlägen weiter. Diese Hilfe hat sich für Justin Stanislaw und Bryan Jowers aus Housten, Gründer von Giftiki, bereits als wertvoll erwiesen. Ihre Idee sind mit Geldgeschenken aufgeladene, digitale Grußkarten. Doch während sie zunächst die Empfänger als Zielgruppe sahen, die darüber Geld für eine größere Anschaffung sammeln könnten, visieren sie nun die Gratulanten an, die jemandem etwas schenken wollen. Vollendet umd präzsiert wurde dieses Umdenken in der Brandery.  Giftiki steht kurz vor der Markteinführung.

Ein Kurs in der Brandery dauert zwölf Wochen. Während dieser Zeit arbeiten die Jungunternehmen auch dort. Zu den Unterstützern und “Ausbildern” zählen unter anderem Nielsen, die renommierte Branding-Agentur LPK sowie die Werbeagentur Bridge Worldwide, die in Deutschland so gut wie unbekannt ist, sich aber als Teil des WPP-Networks vor allem im digitalen Marketing einen Namen macht.

Ob Unternehmen wie Giftiki oder Brainrack von Cincinnati aus den USA oder die internationalen Märkte erobern können, wird die Zeit zeigen. An fehlendem Marketing-und Marken-Knowhow wird ihre Mission sicher nicht scheitern.