Tja, das sieht nach echter Verzweiflung aus. Die Windows-Phones schlagen im Smartphone-Markt nicht so recht ein. Zwar gewinnen sie zum Beispiel in den USA rasant Marktanteile, kommen aber auf nur 4,7 Prozent, wie das Internetportal Mobilegeeks berichtet. In einem neuen Werbespot lässt Microsoft nun iPhone- und Samsung/Android-Nutzer aufeinander losgehen. Sich selbst und den Partner Nokia präsentiert Microsoft als lachender, friedliebender und überlegener Dritter. Das kann man als Werbungreibender ja mal machen, wenn man in einer entsprechenden Position ist oder ein Aussenseiterimage hat, das sich schärfen lässt. Microsoft hat beides nicht. Aber urteilen Sie selbst:
Mit seiner Suchmaschine Wolframalpha hat der britische Mathematiker, Physiker und Unternehmer Stephen Wolfram einen neuen Weg gefunden, um das Wissen im Internet systematisch zugänglich zu machen. Jetzt hat er die komplette Nutzerschaft von Facebook analysiert und liefert Daten ohne Bias und Interessenseinschlag:
Guten Montag, und allen Lesern, Facebook-Freunden, Xing-Kontakten und Twitter-Followern wünsche ich einen vielversprechenden Start in die KW 18. Als Inspiration hier vier Tipps von US-Manager Howard Schultz zum Thema Innovation. Der Starbucks-CEO verriet sie der Zeitung „USA Today“ (Ausgabe vom 26. April) bei einem – wo auch sonst? – Coffee Talk:
1. Finden Sie etwas, dass Sie wirklich lieben und für das Sie viel opfern würden.
2. Umgeben Sie sich mit Mitarbeitern, die in ihren spezifischen Fähigkeiten besser als Sie sind, aber mit Ihnen die gleichen Werte teilen.
3. Unterschätzen Sie nicht die Menge an Kapital, die sie aufbringen müssen – und Ihr Zeitbudget -, um erfolgreich zu sein. Die Dinge laufen nie so wie geplant.
4. Weisen Sie das Glück nicht ab, wenn es an Ihrer Tür klingelt. So banal wie es klingt – Sie brauchen auch ein bisschen Glück.
Viel Erfolg, Ihr Christoph Berdi
P.S. Den „guten Montag“ gibt es hier und über die Social Media-Kanäle ab jetzt zum Start jeder Woche.
Hier ein Reblog von Michael Brandtner, der zusammen mit Laura Ries das Buch „Visueller Hammer“ auf Deutsch veröffentlicht. Was er zu diesem Thema bereits in den vergangenen Monaten veröffentlicht hat, macht Lust auf mehr. Wider die immergleichen und austauschbaren Motive in der Werbung.
Viele Menschen können sich noch heute nach Jahrzehnten an die Persil-Werbung mit dem Persil-Mann oder an die Ariel-Werbung mit Klementine oder an die Blend-a-Med Werbung mit Apfel, einmal mit und dann ohne Blut erinnern. Aber werden wir uns in ein, zwei oder auch drei Jahrzehnten an die heutige Persil-, Ariel- oder Blend-a-Med-Werbung erinnern? Höchst unwahrscheinlich!
Bild ist nicht gleich Bild
Was fehlt der aktuellen Persil-, Ariel oder auch Blend-a-med-Werbung? Was fehlt heute den meisten Marken- und damit auch Werbekampagnen? Es fehlt ihnen, wie wir es ausdrücken, ein visueller Hammer. Es fehlt ihnen ein visueller Eindruck, der die Marke mit Emotionen auflädt und diese so in den Köpfen der Kunden festmacht.
Aber warum ist das so? Die Antwort darauf ist einfach: im Marketing dominiert heute das Wort. Marken- und Marketingpläne, Markenwerte, Markenbotschaften, Marken- und Werbeslogans sind alle verbal orientiert. Die Bilder dienen dann als „Dekoration“, um diese verbalen Botschaften „aufzuhübschen“. Nur das ist zu wenig. Denn genauso gehen die meisten Kampagnen mit schönen, netten und austauschbaren Bildwelten in der Menge der Kampagnen mit schönen, netten und austauschbaren Bildwelt unter.
Leider hat die Universität Duisburg irgendwann aufgehört, den goldenen Marketingflop zu küren. Dabei gibt es dumme Ideen genug, die „Marketing im Leerlauf“ erzeugen, das zwar wie Marketing aussieht und auf entsprechenden Pappen und in Powerpoints superprofessionell daherkommt, aber überhaupt keine Traktion erzeugt. Oder schlicht aberwitzig ist. Oder Züge von Größenwahn zeigt. Ein solches Beispiel ist mir gerade durch Zufall untergekommen, beim Radiohören im Auto: der Finanzdienstleister Portigon.