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Ich glaube an Printjournalismus, weil…

Mit Kolleginnen und Kollegen aus Redaktion und Verlag habe ich meine Zeit in der Verlagsgruppe Handelsblatt und die zwölf Jahre bei der absatzwirtschaft gefeiert – und sie gebeten, im Gästebuch den Satz aus der Headline zu vervollständigen. Niedergeschrieben haben sie eine humorvolle Liebeserklärung an Print:

Ich glaube an Printjournalismus, weil…

… wachsende Unübersichtlichkeit auch keine Lösung ist,

… die Zeitung ein Kulturgut ist und bleibt,

…. die Franzosen mit dem Sprichwort Recht haben: „Papier spricht, wenn die Menschen schweigen“,

… man es anfassen kann, dran reichen, es hin und wieder verlegen, zerknüllen, wegwerfen. Un im Zweifel – auch das – kann man damit nasse Schuhe ausstopfen und LESEN, bevor es als Nährmittel für wunderbare Kaminnächte in kalten Wintern diesen kann 🙂

P.S: Ich habe keinen, aber theoretisch eine gute Investition

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All die guten Wünsche und Wertschätzungen…. :):)

Zu meinem Ausstieg bei absatzwirtschaft und Verlagsgruppe Handelsblatt erreichten mich per Mail, Telefon, im persönlichen Kontakt, über Xing und eben über Facebook viele, viele Reaktionen, über deren Wärme und Wertschätzung ich mich riesig gefreut habe. Auf Facebook hatte ich gespaßt, dass ich die Kommentare ausdrucken und aufhängen würde. Warum eigentlich nicht??? Here it is… und nun auch in meinem Arbeitszimmer als Balsam und Mutmacher.

 

Foto-1

 

Papier schlägt Tablet …

Humor mit der nötigen Fallhöhe, damit er wirkt. Einfach, aber nicht einfältig. Ein schönes Spiel mit den Vorurteilen gegenüber Männlein und Weiblein. Formidable. Mit einer viralen Qualität, die echte Reichweite in den Sozialen Medien bringt. Dieser Spot ist ein heißer Kanditat für die Kreativpreislisten, gelle? Entschuldigung: n’ est-ce pas?

Der neue Stern – eine kleine Blattkritik

Wer, wie ich, von Print begeistert ist, der muss einfach genauer hinschauen, ja am Papier riechen, wenn eine Zeitschrift wie der Stern, 1948 von Henri Nannen gegründet, überarbeitet wird …

Ich muss einräumen: Mich haben die Blattmacher des Wochenmagazins Sterns mit ihrem Relaunch letzte Woche glatt korrumpiert. Wer eine 14seitige Bildstrecke mit Schwarzweiß-Aufnahmen der Fotografenlegende Sebastian Salgado ins Heft rückt, der hat erst einmal mein Herz gewonnen. Es bereitet mir dann schon Mühe, angesichts dieser Schönheit wieder auf Distanz zu gehen und das Heft neutral zu betrachten. Gemein! Großartig! Und eben typisch Stern. Das Bekenntnis zum dramatischen Foto bleibt, die Bildredaktion des Stern ist dem gelangweilten Fotoeinsatz im Spiegel und dem bemühten im Focus überlegen und prägt die Zeitschrift. Der Stern versteht es als einziges der drei großen deutschen Magazine, die emotionale Kraft von Fotografie einzusetzen und zu nutzen.

Der Stern für einen EuroDer Versuch der Sterns, neue Elemente wie eine doppelseitige Infografik ins Heft zu nehmen, diesmal zu den Finanzen des VW-Konzerns, kann funktionieren, bedarf aber noch des Feinschliffs. Grafiken sollen ja Komplexität reduzieren, bei dieser Grafik muss man aber schon ziemlich genau hinsehen, um nicht den Überblick zu verlieren. Die Typographie des neuen Stern ist aufgeräumt und mit der mutigen Serifenschrift als Titelschrift modern. Die bekannten Schmankerl des Sterns haben ihren Platz. Die Luftblasen haben etwas an Platz eingebüßt, Haderer prangt wie eh und je, Chefredaktionsmitglied Hans-Ulrich Jörges nimmt Berlin aufs Korn und Til Mette hat für seine Cartoons weiter eine Seite. Stern bleibt Stern.

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Crisis? What Crisis?

Da soll noch einer sagen, Print findet keine Leser mehr.... Ob er auch kauft? Tja... Gesehen in Cincinnati.

Da soll noch einer sagen, Print findet keine Leser mehr…. Ob er auch kauft? Tja… Gesehen in Cincinnati.