von Christoph Berdi | Sep. 16, 2013 | Allgemein, Marken & Marketing, Unternehmen & Management
16.9.2013 – Guten Montag, und allen Lesern, Facebook-Freunden, Xing- und Linkedin-Kontakten sowie Twitter-Followern wünsche ich einen vielversprechenden Start in die KW 38 mit einer Inspiration zum Rollenverständnis der Marketer. Big Data verändert das Marketing und wirft die Frage auf, wie sich Rolle und Berufsbild verändern, wo sich die Marketer verorten zwischen Kreativität und Effizienz, zwischen Kunst und Wissenschaft. Ich bin dazu auf einen interessanten Blog gestoßen. Der Autor vertritt darin die Meinung, das Kunst und Wissenschaft zusammengehen. Zwar plädiert er für den „Chief Marketing Technologiest“, aber er argumentiert auch:
Es gibt eine Menge Gerede über die Kunst und Wissenschaft im Marketing. Einige glauben, dass die Explosion von Daten und Technologien in unserem Feld das eher Kreative, Intuitive, den menschlichen Aspekt im Marketing verdrängt. Dies wird manchmal als „Wissenschaft“ ersetzt „Kunst“, überschrieben. Ich setze die Begriffe in An- und Abführung, weil ihre Bedeutung variiert, je nachdem, mit wem und in welchem Kontext man spricht. Grundsätzlich scheinen die Leute das Denken in der linken Gehirnhälfte mit Wissenschaft und das Denken in der Rechten Gehirnhälfte mit Kunst gleichzusetzen. Natürlich ist das zu stark vereinfacht. Echte Wissenschaft ist eine unglaublich kreative Disziplin. Einstein war ein großer Wissenschaftler, wegen seiner Vorstellungskraft, weit mehr als wegen seiner Mathematik. Beethovens neunte Symphonie ist eine Arbeit kreativer Schönheit, aber auch von großer Präzsion. Die Kunst und Wissenschaft im Marketing ist kein trade-off zweier entgegengesetzter Kräfte. Im Gegenteil, Marketing ist eine Synthese dieser beiden Weltanschauungen. Marketing muss sich auf mehr Wissenshaft einlassen, aber das bedeutet nicht, dass es seine Kunst aufgeben muss. Wir können beides – kreativ und analytisch sein. Der Schlüssel ist, die Stärken beider Weltanschauungen anzuerkennen und sie in einem gemeinsamen Konzert anzuwenden.
Hier der Originalauszug aus dem Blog von …. und der Link zum gesamten Text:
(…) However, I have come to believe that everyone in marketing should Struve to become a broader kind of hybrid: a marketer scientist. Like a warrior poet or a philosopher king, but for modern marketing.
There’s been a lot of talk lately about the art and science of marketing. Some believe that the explosion of data and technology in our field is pushing out the more creative, intuitive, and human aspects of marketing. This is sometimes framed as “science” replacing “art.” I put those terms in quotes because their interpretation varies depending on who you’re talking to and in what context. Generally, people seem to equate left-brain thinking with science and right-brain thinking with art.
But of course, that’s highly oversimplified. As it turns out, real science is an incredibly creative discipline. Einstein was a great scientist because of his imagination, far more than his math. Vice versa, great art can be highly analytical and systematic in its execution. Beethoven’s 9th Symphony is a work of creative beauty, but also one of great precision.
The art and science of marketing is not a trade-off between two opposing forces. Instead, modern marketing is a synthesis of these two worldviews. Marketing must embrace more science, but that doesn’t mean it should abandon its art. We can be both creative and analytical. The key is to appreciate the strengths of these two worldviews and apply them in concert together.
via Everyone in marketing should be a marketer scientist – Chief Marketing Technologist.
von Christoph Berdi | Juli 7, 2013 | Allgemein, Digital & Vernetzt, Marken & Marketing, Medien & Kommunikation
In den Business-to-Business-Netzwerken Xing und Linkedin fühlen sich deutsche Banken offenbar besonders wohl. Nahezu alle in einer neuen Studie der Anxo Management Consulting berücksichtigten Finanzinstitute nutzen diese Communities und haben ihr Engagement dort im Vergleich zu 2010 verbessert. Die Positionierungs-, Interaktions- und Kommunikationsmöglichkeiten dieser Portale werden laut Anxo zunehmend eingesetzt. Zwölf Banken bieten News an, während dies bei der letzten Erhebung nur drei taten. Doch in den massentauglicheren Social Media wie Facebook oder Twitter stellt sich das Engagement quantitativ und qualitativ nicht so professionell dar. So verlinken nur 40 Prozent der untersuchten Banken ihre Social Media-Auftritte mit ihren Markenwebsites. Das ist zwar eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, als nur 27 Prozent diese Verbindung herstellten. Aber ich finde, dass ist immer noch kein Niveau, auf dem der Eindruck entstünde, die Finanzinstitute seien in der Social-Media-Welt wirklich angekommen. Nur 15 Prozent der Top-20-Banken und nur jede zehnte Direktbank haben Blogs. Eine eigene Community betreiben lediglich sieben und ein Forum fünf von den insgesamt 45 betrachteten Finanzinstituten, die zum Stichtag 30. September 2012 untersucht wurden. Da ist noch deutlich Luft nach oben.
Weitere Ergebnisse der Studie „Social Media Reifegrad der Finanzindustrie“ finden Sie bei Springer Professional.
von Christoph Berdi | Mai 16, 2013 | Allgemein, Kontext & Gesellschaft, Kunst & Kultur, Marken & Marketing, Medien & Kommunikation
16.05.2013 – In meinem Arbeitszimmer hängt Lucky Strike, und zwar in Form zweier von Keith Haring gestalteter Werbeplakate aus 1987 und damit als Ausdruck des ikonischen Wertes, den die Marke im 20. Jahrhunderts erlangt hat. Mit dem Logo, das Haring damals verarbeitete, hat das kürzlich von British American Tobacco (BAT) vorgestellte neue Logo der „Luckys“ nicht mehr viel gemein, außer dass das „Bullseye“, der rote Mittelpunkt einer Dartscheibe, erhalten geblieben ist und der Markenname weiter darauf prangt. Jetzt gibt es auch die Kampagne zum Logo.
Das neue Logo stößt auf wenig Gegenliebe …
(mehr …)
von Christoph Berdi | Mai 14, 2013 | Allgemein, Marken & Marketing, Unternehmen & Management
14. Mai 2013 – Mit einem „Guten Montag“ hatte ich bereits einen kleinen Vorgeschmack auf das Buch „Playing to Win – How Strategy Really Works“ gegeben, das erlesenes Management-Knowhow zweier Großer enthält: Der langjährige CEO von Procter and Gamble, A.G. Lafley, und der Berater und aktuelle Dean der Rotman School of Business in Toronto, Roger L. Martin, haben sich dafür zusammengetan. Nicht zum ersten Mal. Martin arbeitete früher bei der Unternehmensberatung Monitor, die an der strategischen Neuausrichtung von P&G in den 2000er-Jahren, Lafleys Zeit also, beteiligt war. Kein Wunder also, dass die Autoren von „Playing to Win – How Strategy Really Works“ reichlich auf Projekte und Case Studies aus jenen Jahren zurückgreifen, immer wieder auch auf „Olay“, hierzulande besser bekannt als „Oil of Olaz“.

(mehr …)
von Christoph Berdi | Mai 2, 2013 | Allgemein, Marken & Marketing, Medien & Kommunikation
Fortsetzung der Dove-Story im Schwerdt-Blog:
Letzte Woche habe ich an dieser Stelle über eine neue, sensationelle Videowerbung von Dove berichtet. Der Clip, der anhand vergleichender Phantombilder, demonstriert, wie sehr Frauen dazu tendieren, ihr eigenes Aussehen unterzubewerten, wurde in nur zwei Wochen rund 40 Millionen Mal gesichtet und fand bereits mehrfache Nachahmer. Klar gab es Kritik. Die überwältigende Anzahl der Zuschauer reagierte aber positiv und verteilte jede Menge Likes. Marketingexperten sprachen denn auch von einem beispielhaften Erfolg. Einer wollte es genau wissen und machte die Probe aufs Exempel. Die Ergebnisse stimmen bedenklich.
via Alle mögen die Message; keiner merkt sich die Marke | Schwerdt-Blog.
von Christoph Berdi | Apr. 24, 2013 | Allgemein, Marken & Marketing, Unternehmen & Management
Leider hat die Universität Duisburg irgendwann aufgehört, den goldenen Marketingflop zu küren. Dabei gibt es dumme Ideen genug, die „Marketing im Leerlauf“ erzeugen, das zwar wie Marketing aussieht und auf entsprechenden Pappen und in Powerpoints superprofessionell daherkommt, aber überhaupt keine Traktion erzeugt. Oder schlicht aberwitzig ist. Oder Züge von Größenwahn zeigt. Ein solches Beispiel ist mir gerade durch Zufall untergekommen, beim Radiohören im Auto: der Finanzdienstleister Portigon.
(mehr …)