von Christoph Berdi | Mai 18, 2013 | Allgemein
18.5.2013 – Wie lässt sich das Engagement von Marken in sozialen Medien monetarisieren? Bisher eine komplexe Frage, und eine weitverbreitete Meinung ist, das soziale Medien eher ein Kommunikations- denn ein Saleskanal sind. Das ist der Status Quo. Aber Googles Vorstoß mit einer neuen Anwendung für Videochannels auf Youtube wird Schwung in die Debatte bringen, denn sie leitet die User direkt vom Produkt zum Händler weiter. Pilotkunde ist Unilever mit der US-amerikanischen Haarpflegemarke Tresemmé:

Neu für Youtube-Channels: direkte Links mit Preisangaben zu Online-Händlern.
Mit ihren Tutorials und Trendsetter-Videos hat Tresemmé laut Google bereits mehr als 2,7 Millionen Views generiert, nun können die Konsumenten die Produkte, die sie in den Filmchen sehen, direkt bestehen, das verkürze die „shopping journey“. Branchannel.com, die Markenseite der Agentur Interbrand, berichtet von weiteren Experimenten mit „shoppable videos“, zum Beispiel durch Gucci oder die Einzelhandelskette Target.
Sollte Google mit dem neuen Angebot auf Youtube Erfolg haben, dürfte es zur Entwicklung weiterer Sales-Tools auch auf anderen sozialen Plattformen kommen. Die Werbungtreibenden wird es freuen.
von Christoph Berdi | Mai 16, 2013 | Allgemein, Kontext & Gesellschaft, Kunst & Kultur, Marken & Marketing, Medien & Kommunikation
16.05.2013 – In meinem Arbeitszimmer hängt Lucky Strike, und zwar in Form zweier von Keith Haring gestalteter Werbeplakate aus 1987 und damit als Ausdruck des ikonischen Wertes, den die Marke im 20. Jahrhunderts erlangt hat. Mit dem Logo, das Haring damals verarbeitete, hat das kürzlich von British American Tobacco (BAT) vorgestellte neue Logo der „Luckys“ nicht mehr viel gemein, außer dass das „Bullseye“, der rote Mittelpunkt einer Dartscheibe, erhalten geblieben ist und der Markenname weiter darauf prangt. Jetzt gibt es auch die Kampagne zum Logo.
Das neue Logo stößt auf wenig Gegenliebe …
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von Christoph Berdi | Mai 16, 2013 | Allgemein
16.05.2013 – Aufbau und Struktur der Markenarchitektur ist in größeren Firmen ein Riesenthema, deshalb leite ich hier als Lesetipp den Blog-Eintrag von Michael Brandtner weiter. Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: „Markenarchitektur“ meint nicht die bauliche Umsetzung von Markenwelten, sondern das Beziehungsgeflecht und das Verhältnis der Marken eines Unternehmens zu einander, zum Beispiel die Struktur aus Unternehmens-, Dach- und Produktmarken.
Kürzlich, am 14. März dieses Jahres wurde der neue Opel-Chef Karl-Thomas Neumann in einem gemeinsamen Interview mit General-Motors-Chef Dan Akerson auf Bild.de so zitiert: „Opel hat die Freiheit, alles zu tun, was für Opel gut und wirtschaftlich ist.“ Das mag aus der Sicht von Opel vernünftig klingen, aber das macht aus Sicht von General Motors keinen Sinn.
Worum es wirklich geht
Damit sind wir bei einer wichtigen Frage: „Warum sollte man überhaupt als Unternehmen auf ein Mehr-Marken-System setzen?“ Dazu sollten wir uns einmal die Marken- und Unternehmensgeschichte von General Motors näher ansehen:
via Mehr-Marken-Systeme: Der wahre Sinn dahinter | Brandtner on Branding.
von Christoph Berdi | Mai 14, 2013 | Allgemein, Marken & Marketing, Unternehmen & Management
14. Mai 2013 – Mit einem „Guten Montag“ hatte ich bereits einen kleinen Vorgeschmack auf das Buch „Playing to Win – How Strategy Really Works“ gegeben, das erlesenes Management-Knowhow zweier Großer enthält: Der langjährige CEO von Procter and Gamble, A.G. Lafley, und der Berater und aktuelle Dean der Rotman School of Business in Toronto, Roger L. Martin, haben sich dafür zusammengetan. Nicht zum ersten Mal. Martin arbeitete früher bei der Unternehmensberatung Monitor, die an der strategischen Neuausrichtung von P&G in den 2000er-Jahren, Lafleys Zeit also, beteiligt war. Kein Wunder also, dass die Autoren von „Playing to Win – How Strategy Really Works“ reichlich auf Projekte und Case Studies aus jenen Jahren zurückgreifen, immer wieder auch auf „Olay“, hierzulande besser bekannt als „Oil of Olaz“.

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von Christoph Berdi | Mai 14, 2013 | Allgemein
14. Mai 2013 – Stefan Plöchinger, Chefredakteur von Süddeutsche.de, appelliert an die Nutzer: Bitte die Adblocker ausschalten, damit der Journalismus finanziert werden kann. Nachahmenswert! Die Verlegerverbände dürfen sich gerne darüber Gedanken machen, ob dies nicht mal ein Ansatz für eine Gattungswerbung ist. Spannend ist auch die Diskussion dazu. In den Kommentaren zu Plöchingers Kolumne gibt es Hinweise auf technische Hürden und Restriktionen, aber auch Pro und Contra zu diesem Aufruf. Die Werbeverweigerer, die den Content trotzdem kostenlos möchten, die ganz Schlauen, die Paid Content empfehlen (ob sie dann auch zahlen würden), die Befürworter, die Wertschätzer – alle sind sie mit ihren Meinungen vertreten. Die von Plöchinger ausgelöste Debatte erzählt viel davon, wie es um die Wertschätzung journalistischer Leistung im Internet bestellt ist. Lesen lohnt.
(Ergänzung am15.5.2013: Es handelt sich um eine koordinierte Kampagne mehrere Medienhäuser. Mehr dazu zum Beispiel auf absatzwirtschaft.de, wuv.de. Offenbar hat die Kampagne einen unerwünschten Nebeneffekt: Nutzung und Support der Adblocker steigen.)
Hier geht es zu Plöchingers Kolumne:
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von Christoph Berdi | Mai 13, 2013 | Allgemein
Grau ist alle Theorie, auch die vom Kundenservice, wenn Organisation und Timing der Kundenansprache nicht stimmen. Der Kauf eine Gebrauchtwagens bei einem Düsseldorfer Händler einer großen deutschen Marke – nur damit es niemand auf die Franzosen, Italiener oder Asiaten schiebt – ging im April problemlos über die Bühne. Aber seither herrscht relatives Chaos. Nicht weil da Servicefaule am Werk wären. Im Gegenteil. Gleich drei Mitarbeiter versuchten danach einen Termin zum Wechsel von Winter- auf Sommerreifen zu koordinieren, die Zentrale bietet per Mailing Versicherungen und Garantien feil, die ich beim Kauf längst abgeschlossen habe, und nun erreicht mich, keine zwei Monate nach dem Kauf, ein Mailing mit der Betreffzeile: „Maximal Service – Lange nichts von Ihnen gehört.“ Ach wirklich? In dem Schreiben werde ich zu einem „unverbindlichen Besuch“ eingeladen, um „uns und Ihnen ein Bild vom aktuellen Zustand“ meines Wagens zu machen. Einmal abgesehen, dass das im Gebrauchtwagengeschäft doch etwas beunruhigend klingt – wenn die eine Hand nicht weiß, was die andere tut, und das Customer Relationship Management (CRM), sagen wir mal, dringend zur Wartung müsste, dann wird Kundenorientierung zum Fluch. Ich hoffe derweil doch sehr, dass ich sehr lange nichts von mir hören lassen muss (außer zur Inspektion und zum Öl- und Reifenwechsel natürlich).
UPDATE einen Tag später: Rühmen wir den Service des Autohändlers also besser für dessen prophetische Gaben. Heute Morgen sagte der Wagen keinen Pieps und die Gelben Engel des ADAC mussten einschweben. Immerhin, bei der Reparater zeigte sich der Händler großzügig und verbesserte kostenlos noch die Ausstattung des Wagens. Einen über den Haufen geworfenen Tag und einen verpassten wichtigen Termin konnte er damit aber nicht vergessen machen.